Der Simmeshof wird in Form einer bäuerlichen Landwirtschaft mit Schwerpunkt Islandpferdezucht betrieben. Es wird großen Wert auf eine ökologisch angepasste Bewirtschaftung der Flächen gelegt, deshalb werden auf dem Simmeshof nicht nur Pferde gezüchtet, sondern auch Rinder gehalten, die eine optimale Weidepflege gewährleisten.

Der Hof wird in Form eines geschlossenen Systems bewirtschaftet, d.h. die Tiere leben ausschließlich von den Flächen des Hofes. Heu wird in der Regel nicht zugekauft, sondern auf betriebseigenen Flächen gewonnen. Lediglich Stroh wird von außen zugeführt. Im gesamten Betrieb werden keine mineralischen Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel verwendet, die Heuwiesen werden nur mit betriebseigenem Festmist gedüngt. Hierdurch kann eine große Artenvielfalt auf den Grünlandflächen erhalten werden.

Für die Aufzucht der Islandpferde bedeutet dies eine abwechslungsreiche und ausgewogene Nahrungsgrundlage, sodass weder Sommerekzem noch Hufrehe oder Endoparasitenbefall eine Rolle spielen.

Die Pferde werden im Herdenverband gehalten, sodass ein ausgeprägtes Sozialverhalten selbstverständlich ist. Die Ausbildung der Jungpferde beginnt im Herbst des 4. Lebensjahres mit der Gewöhnung an das Halfter und Führen, sowie Putzen und Longieren des Pferdes (Dauer ca. 2 – 3 Wochen). Anschließend werden die Jungpferde wieder auf die Weide entlassen, damit sich das Gelernte setzen kann. Im darauf folgenden Frühjahr werden die Übungen wiederholt und langsam mit Handpferdereiten und Arbeit unter dem Sattel begonnen. Immer wieder bekommen die Jungpferde mehrwöchige Pausen zur Verarbeitung des Gelernten.